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About Literature / Hobbyist Christina Schmidtke23/Female/Germany Recent Activity
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Literature
Zweisame Einsamkeit
oder wenn Mauern dir den Weg zum Glück versperren
Langsam strich sie über die kleinen Armhärchen, nur um wenig später ihre Lippen über die weiche Haut gleiten zu lassen. Er schlief zwar noch, schließlich war er spät von der Arbeit nach Hause gekommen, aber da es langsam Zeit zum Aufstehen war, würde es nicht mehr lange dauern, bis er wieder weg musste.
Sanft legte sie ihre Stirn in seinen Nacken und hauchte ihm einen Kuss auf. Und tatsächlich; sie spürte, wie er sich bewegte und seinen Kopf leicht drehte. Sie sah ihn einige Male blinzeln, bis er zusammenzuckte.
„Was machst du denn da?“, fragte er mit verschlafener Stimme und setzte sich auf. Ein Blick auf die Uhr ließ ihn seufzen. „Verdammt! Ich muss los. Warum hast du mich nicht schon früher geweckt? Jetzt habe ich gar keine Zeit mehr, einen Kaffee zu trinken.“ Ächzend und stöhnend verließ er das Bett und verschwand u
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Mature content
nachts um halb drei :iconchristinaschmidtke:ChristinaSchmidtke 2 14
Literature
Der unbezaehmbare Wille der Stille
» und von der grille mit dem unwillen zur stille «
Tausend Monde starb ich, Millionen Tode lebte ich.
Meine Gedanken waren so laut, dass der Traum kaum zu verstehen war. Das Rauschen meiner Seele sollte nicht das Letzte sein, das mich auf dem Weg zur Stille begleitete. Das Leben hatte mich verlassen, ehe ich versucht hatte, meinen Weg zu gehen. Was hinderte mich daran, mich fallen zu lassen? Was hielt mich hier?
Die sterbende Erde hatte mich in ihren Bann gezogen. Ihre Dürre, ihr Verkommen, ihre Düsternis; ihre Trostlosigkeit hatte uns alle eingenommen. Der Regen, der so selten kam, waren ihre Tränen. Tränen der Verzweiflung und der Trauer um ihr Sterben.
Hatten die Menschen sich nicht erst so weit getrieben? Hatten WIR es nicht zu verantworten?
Menschen. Menschen waren es, die mich mit ihren kalten Händen hier behielten. Sie nisteten sich wie elendige Parasiten in mein Hirn, belagerten meine Emotionen, machten mich zu dem,
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Literature
Zwiegespraech
Der Raum war voller Leute. Klirrende Gläser, lachende Gäste, quietschende Kinder und singende Kellner machten es einem unmöglich, ein vernünftiges Gespräch zu führen. Die Augen meines Gegenübers hüpften hin und her, um die hektische Atmosphäre einzufangen und zu verinnerlichen. Seine dabei trommelnden Finger erweckten den Eindruck von Ungeduld, der mir ganz und gar nicht gefiel. Ungeduld gepaart mit Hektik und einem Haufen schwatzender Leute rundeten einen Abend zu zweit nicht ab, jedenfalls wäre dies zu erwarten. Auch seinem Gesichtsausdruck war zu entnehmen, dass er zusehends desinteressierter zu werden schien. Frustrierend. Würde doch nur endlich der Kellner mit einer Flasche Wein kommen, dann wäre es doch viel lockerer. Aber er kam nicht, dafür sorgte die Hektik hier.
Man könnte meinen, ich wäre nicht spannend genug, nur wäre das vollkommener Schwachsinn. Ich habe eine Menge zu erzählen, er wü
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Literature
Von der Angst die Seele zu sehen
»Das Leben der Menschen hat viele Facetten. So viele Facetten; auf den ersten Blick kaum erkennbar. Doch wenn man in ihre Augen blickt, sieht man es. Ihre Erfahrungen, ihre Sorgen, ihr Glück, ihr Sein. Ihre Seele.«
Nervös trat ich von einem Bein aufs andere. Der Menschenauflauf auf dem großen Platz vor dem örtlichen Rathaus hat jedes Mal dieselbe Wirkung auf mich, dennoch konnte ich mich nicht davon abhalten, trotzdem hierher zu kommen. Dafür gefiel mir das Rathaus und die daran anschließende Bibliothek viel zu sehr, als hätte ich darauf verzichten können.
Jedes Mal lief mir kalter Schweiß den Rücken herunter, bis er am Hosenbund versiegte, so wie jetzt auch. Wie gelähmt stand ich vor dem Brunnen, einer großen Statue Neptuns, die für mich keinen Mehrwert darstellte. Sie passte nicht zu dem Stil des Rathaus und schon gar nicht zu dieser Stadt. Menschen kamen auf absurde Ideen, wenn sie sich vornahmen, etwa
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Literature
Maskenball
„Fürchterlich entstellte Gesichter blickten mir vorwurfsvoll in die Augen.
Das Einzige, was man von mir sah.
Die Maske schützte mich.“

„Tretet näher, Geschöpfe der Nacht, seid nicht so scheu! Tretet näher und leistet mir Gesellschaft!“
Düsternis, Kälte und klingende Kammermusik umgab uns, während er uns aufforderte aus unserer sicheren Haltung emporzusteigen. Zerrende Hände hatten uns einst in die Verdammnis getragen, nur um uns wenig später mit aller Gewalt zurückzuholen. Hatte es nicht zu sehr geschmerzt, zu gehen? War es kein Wagnis, nun wieder ans Licht zu gehen? Zur trügerisch irdischen Dunkelheit, die uns verbrennen würde. Uns um unsere Würde, unseren Verstand und unsere Gefühle beraubte.
Langsam erwachten unsere Gliedmaßen zum Leben, griffen in die von Wurzeln durchwachsene Erde, um nach oben zu gelangen. Es war von sagenhafter Leichtigkeit, das hätten wi
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Literature
Als der Augenblick...
"Die Spannung zerrte an meinen Nerven. Es war kaum mehr auszuhalten, bis alles bebte.
Bis es passierte."

Konnte man noch viel verlieren, wenn man schon am Abgrund stand? Waren die Versuche nicht alle vergebens gewesen, sollte es das wirklich gewesen sein? Hatte es Sinn, sich darüber Gedanken zu machen?
Die Wolken über ihn bildeten groteske Gestalten, die beim genaueren Hinsehen jedoch sofort wieder verschwanden. Vielleicht war es ein Apfel, vielleicht war es eine Tomate. Vielleicht war es einfach Einbildung, sinnierte er, zumindest hatte er so merkwürdig geformte Wolken noch nicht gesehen. Höchstens auf Bildern.
Kalter Wind hatte sich über die Dächer der Stadt gelegt und belegte seine Hände mit einem Taubheitsgefühl; das einzige, was er noch spürte, war ein kribbelnder Finger. Unangenehm war ihm das nicht mehr, vielmehr passte es zu seinem Gemütszustand, auch wenn er verwundert war. Blauer Himmel zierte die Decke des Unive
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Literature
Von der Unteilbarkeit der Seele - Kapitel XII
Kapitel XII
Der Tag, an dem das Gleichgewicht zusammengebracht wurde
„Du hast mich um mich selbst betrogen.
Dafür wirst du büßen – heute und in alle Zukunft. Du wirst die Schuld tragen, wenn die Menschen zu Grunde gehen."
Mama hat gesagt, ich soll keinem fremden Menschen trauen. Sie hat gesagt, ich soll einfach weggehen, wenn sie mir zu nahe kommen. Hat gesagt, ich soll nichts von ihnen annehmen.
Der Mann stand mit einem breiten Grinsen vor mir, eine Tafel Schokolade in der Hand. Am liebsten hätte ich die Schokolade angenommen, ich hatte so Lust auf etwas Süßes. Allerdings würde es dann Ärger mit Mama geben, das wollte ich nicht. Sie war so oft böse auf mich. Der Mann war aber gar nicht unheimlich. Er sah ziemlich normal aus, fast ein bisschen langweilig. Seine grauen Haare standen in alle Himmelsrichtungen ab, meine Mutter hätte ihn längst dafür verhauen, dass er seine Haare nicht kämmte. So ma
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Literature
Von der Unteilbarkeit der Seele - Kapitel XI
Kapitel XI
Erinnerungslücken
„Der Ort, der einst unserer war, kommt näher.
In mir jedoch schlummert das Verlangen eines anderen Gefühls, eines ausgewogenen Gefühls."
„Na, komm schon. Worauf wartest du noch? Traust du dich etwa nicht?" Mein Gegenüber stand  provozierend vor mir und grinste breit. Seine Freunde hatten Grek im Visier, der einige Meter hinter mir ins Gefecht mit zwei anderen Leuten aus dem Inneren Kreis gekommen war. Meine rechte Hand steckte in meiner Jackentasche und umklammerten ein etwas längeres Taschenmesser. Flach atmend blickte ich ihn berechnend an, blinzelte nervös und wusste nicht recht, was ich machen sollte. Jedoch feuerten seine Worte meinen inneren Konflikt an, wohl wissend, dass ich mich wehren würde.
„Sei leise, verdammt nochmal!", schrie ich ihn und ging schnellen Schrittes auf ihn zu. Mein Herz raste, meine Hände wurden schweißnass und umklammerten das Taschenmess
:iconChristinaSchmidtke:ChristinaSchmidtke
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Literature
Ihr Ertragen - Ein alltaeglicher Narzissmus
„[...] fast ohnmächtig vor Schmerz, unfähig sogar zu schreien, nur winselnd im Dunkel [...]"
Kafka. Eine alltägliche Verwirrung. 1917

Zärtlich fuhr ich über deine Haut, ihr süßer Duft vernebelte meine ohnehin schon beeinträchtigten Sinne. Konnte mich nicht von dir losreißen, du hieltest mich fest. Vergrubst deine Hände in meine Haare. Ein leises Stöhnen drang über meine Lippen, sie wurden kontinuierlich von deiner Zunge befeuchtet, die immer wieder ihren Weg in meinen Mund fand. Deine Hände trieben mich in Ekstase; meine Identität schwand. Was hattest du vor? Du verwirrtest mich.
Immer wieder war ich kurz davor, doch dann brachest du ab. Ließest mich allein, verschwandest. Ich suchte dich, damit du weiter machen würdest. Hatte es einen Grund, warum du unser Sein verleugnetest?
Dann, für einen kurzen Moment, kamen wir zusammen. Kamen zusammen, waren unfähig etwas andere
:iconChristinaSchmidtke:ChristinaSchmidtke
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Literature
Von der Unteilbarkeit der Seele - Kapitel X
Kapitel X
Weil sein Sein in deiner Hand verstaubt
„Es ist vollkommen irrelevant, was ich mache, wenn du es nicht siehst.
Meine Gefühle jedoch, da bin ich mir sicher, wirst du fühlen, auch wenn du meilenweit weg bist."
Der Nebel legte sich wie ein Schleier über die Fabrikanlage; der Asphalt unter seinen Füßen glänzte blauschwarz, was es ihm erleichterte den Weg vorwärts zu finden. Dumpf pochte ihm das Blut in den Ohren vom Laufen. Auch wenn er einige Male kurz vorm Aufgeben war, durfte er es nicht tun. Ihretwegen. Jedes Mal, wenn er zweifelte, machte er seine Augen zu und ihr Gesicht tauchte auf. Es erleichterte ihm den psychischen und physischen Schmerz zu ertragen, den er seit Shays Verschwinden und der Flucht empfand. Allerdings spürte er immer noch das große, klaffende Loch in seiner Brust, was wohl erst wieder gefüllt werden konnte, wenn sie und seine Familie zu ihm zurückkehren würden.
Grek war noch nie
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Literature
Von der Unteilbarkeit der Seele - Kapitel IX
Kapitel IX
Von der Müßigkeit zu schweigen
„Folge deinem Verstand,
sonst verfolgt dein Verstand dich."
Die Luft legte sich trocken wie Staub in seine Kehle und ließ ihn denken, er würde sofort ersticken. Es war ein merkwürdiges Gefühl, fast so, als würde jemand deinen Hals mit Sand auffüllen. Erst war die Straße vor seinen Augen belebt, hell und schien ihn fast fröhlich mitzureißen, doch dann wurde alles schwarz um ihn herum. Er spürte ein drückendes Gefühl auf seinen Ohren, seine Knie wurden weich und in seinem Kopf drehte sich alles. Als er hinfiel spürte er nur einen dumpfen Schmerz am Arm, dann sickerte sein Verstand langsam weg, wie fließendes Wasser in der Wüste, nur darauf bedacht, gleich wieder im heißen Sand zu verschwinden.
Es fühlte sich so an, als wäre sein Verstand weg, doch als er eine heiser flüsternde Stimme vernahm, wusste er, dass er nur unf
:iconChristinaSchmidtke:ChristinaSchmidtke
:iconchristinaschmidtke:ChristinaSchmidtke 2 6
Literature
Von der Unteilbarkeit der Seele - Kapitel VIII
Kapitel VIII
Gedankenwandelnd
„Das Hier und Jetzt erscheint mir so unwirklich im Vergleich zu meinen Träumen und Erinnerungen.
Sind sie vielleicht echter als dieses Leben hier?"
Mit leichten Schritten begab ich mich die Treppen herunter zur Küche. Ich war immer noch aufgewühlt von meinen letzten Erinnerungen; sie hatten mir wieder vor Augen geführt, was wirklich wichtig war. Nicht etwa dieses eingepferchte falsche Leben, was wir hier leben mussten, sondern die Freiheit, das Leben hinter diesem Distrikt. Es war mir ein Rätsel, wie sie die anderen gefügig machten und ob sie sie überhaupt gefügig machen brauchten, denn auch nach einer Woche zeigten sie noch keinerlei Regung von Widerständen. Juna war fröhlich wie eh und je und die beiden Jungs ließen sich ebenfalls nichts anmerken. Nur ich fühlte mich hier nicht wohl, was nun auch noch von den Erinnerungen bestärkt wurde.
In Gedanken versunken wickelte ich
:iconChristinaSchmidtke:ChristinaSchmidtke
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self portrait I by ChristinaSchmidtke self portrait I :iconchristinaschmidtke:ChristinaSchmidtke 6 9
Literature
Von der Unteilbarkeit der Seele - Kapitel VII
Kapitel VII
Traumlos
„Gesichtslose Menschen reißen dich in die Tiefe.
Wollen dich unten sehen und du kannst nichts dagegen tun, außer zuzuschauen."
Konnte der Himmel rot sein, während die Sonne hoch am Himmel schien? War das Blau nur eine Illusion, um abzulenken, dass er eigentlich rot war? Die Feuerstürme in meinem Kopf brannten, wurden heißer, fühlten sich so an, als würden sie meine Gedanken zu Asche werden lassen.
Mit einem merkwürdigen Gefühl erwachte ich am nächsten Morgen und wusste zunächst nicht, wo ich eigentlich war. Ganz allein der Blick aus dem Fenster sagte mir, dass ich nun in der Wohnung sein musste. Wie spät es wohl sein mochte? Morgens war es ganz sicher, denn die Sonne war bereits aufgegangen. Benommen stand ich auf und schaute mich im Zimmer um. Es war recht klein, aber ordentlich eingerichtet, war in warmen, aber hellen Tönen gehalten, sodass man sich gleich ein Stück geborgen
:iconChristinaSchmidtke:ChristinaSchmidtke
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Literature
Vergissmeinnicht
„Weil du ein Teil von mir bist"
Ich kannte den Namen der blauen Blumen nicht. Sie wuchsen schon so lange in unserem Garten und ich fand sie immer so schön, dass ich oft welche pflückte und sie in eine Vase auf unseren Wohnzimmertisch stellte.
Es war nicht meine erste Erinnerung, aber oft dachte ich an diese Blumen, wenn ich dich sah, weil du dich immer so um die Pflege des Gartens bemüht hast und immer noch bemühst. Das habe ich immer an dir bewundert und diese schönen Blumen signalisierten der Außenwelt genau das; nämlich, dass er dir wichtig war. Genauso, dass wir uns wichtig waren, wichtig sind.
Irgendwann, als ich älter wurde, kannte ich den Namen der blauen Blumen. Vergissmeinnicht. Ich fand den Namen sehr seltsam für eine Blume, dachte mir nichts dabei. Aber ich empfand eine leise Enttäuschung, dass er keinen so schönen Namen hatte, wie Lilie, Orchidee oder Zypresse. Und ich fand, dass dieser Name auch nicht dazu
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:iconchristinaschmidtke:ChristinaSchmidtke 2 15

Favourites

The Kish ~ Outside Howbow Dat by Rayjmaraca The Kish ~ Outside Howbow Dat :iconrayjmaraca:Rayjmaraca 33 17 Skeptical Stock. by NikxStock Skeptical Stock. :iconnikxstock:NikxStock 468 104 Fourth shade of gray by bohomaz13
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Fourth shade of gray :iconbohomaz13:bohomaz13 83 16
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Literature
Seraphin
Manchmal sagst Du
dir tut der Rücken weh
von all der Last und Anspannung.
Ich streichel Dir leise
deine Schmerzen weg und
hauche in deinen Nacken:
Das ist der Druck deiner Flügel,
die sich entfalten wollen,
damit ein Jeder sieht
was Du wirklich für die Welt bist.
:iconlucyfire71:lucyfire71
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bleed by leilalilium bleed :iconleilalilium:leilalilium 591 58 A Long Road Ahead by Ishyndar A Long Road Ahead :iconishyndar:Ishyndar 22 10 David and Alice by Gardan94 David and Alice :icongardan94:Gardan94 5 2 Sleepwalking by G-Moel Sleepwalking :icong-moel:G-Moel 41 6
Literature
Lange her
„Oma lebt noch!“
Mit diesem kurzen Satz hat alles angefangen. Oder hat damit alles aufgehört?
Allein die Erinnerung bewirkt, dass ich mich umdrehe, um misstrauisch die Straße entlang zu blicken. Da ist nichts. Die kleinen Drohnen beachten mich nicht. Keinen von uns. Natürlich nicht. Die Sache ist vorbei. Schon seit Jahren vorbei.
Aber es fühlt sich nicht so an.
Ich strecke mich, die Hände in den Rücken gestemmt. Es knackt vernehmlich und Thomas blickt besorgt von seinen Hausaufgaben auf. Seine helle Kinderstimme ist inzwischen tiefer geworden. Er wird in diesem Jahr sein Abitur ablegen. Seine Noten sind hervorragend und seine Lehrer wundern sich, warum er keinen Studienplatz bekommt.
Ich weiß warum. Aber ich habe es ihm nicht erzählt und ich werde es ihm nicht erzählen. Niemals.
Ich schüttele den Kopf und winke mit einem Lächeln ab, bevor mein Sohn beunruhigt nach meinem Zustand fragen kann. Es freut mich, dass ich ihn
:iconschwarzeMoewe:schwarzeMoewe
:iconschwarzemoewe:schwarzeMoewe 6 3
Literature
semantische Praesupposition
Mit verkniffener Miene stand Arnold am Fenster und starrte durch die weissen Tagvorhänge hindurch auf die Strasse. Er war so in Gedanken versunken, dass die Stimme seiner Frau, die gerade die Treppe hinunter gerauscht kam, nur langsam in sein Bewusstsein vorrückte.
„Schatz! Schatz, er hat aufgehört“, verkündete sie strahlend, womit sie ihm nur ein verwirrtes „Hm?“ entlockte.
„Peter hat aufgehört zu rauchen!“
„Gott sei Dank!“ Erleichterung durchströmte ihn bei ihren Worten und er legte die Arme um sie. „Nicht auszudenken, wenn die Nachbarn etwas mitbekommen hätten.“
Nun galt es nur noch, ein sicheres Versteck für Peters verkohlte Leiche zu finden.
:iconFlammenfeder:Flammenfeder
:iconflammenfeder:Flammenfeder 6 11
Thiel by FeyPandora Thiel :iconfeypandora:FeyPandora 2 2
Literature
Ordnungsversuch eines Wirrniswegweisers
Die Wege widersprechen sich
Im Niedergang der Ich-Instanz.
Wohin denn nicht mein zehntes ich,
Des hundertfachen Ich-Verbands?
Der Pfad ist klar und tausendfach
Zerfällt der eine Weg. In mir
Halt ich mein ich und mich in Schach:
An Einheit glaubt nur das Papier.
Die atlasschwere Last der Wahl
Erdrückt mit Leichtigkeit: Vielleicht
Verzweigt das Ziel sich jedes Mal,
Wenn nur ein ich vom Weg abweicht.
An viel zu wenig Leid ergraut
Und überladen vom Gewicht,
Das Freiheit jedem anvertraut,
Der nicht an seiner Vielfalt bricht,
Verschlingen Möglichkeiten gern
Die Sehnsucht, die ein Ziel ersann,
Und jenen weit entfernten Stern
Den ich niemals erreichen kann.
Und du bist jener fernste Stern,
Der meiner Zehntel-Seele scheint,
Der Hundert Teile Traum und Kern
Zu einem rauen Spiegel eint.
Ein Spiegel, welcher selbst, mein, ich
und auch dein du von mir abgrenzt,
Der Wellen formt, sie löst und sich
Mit keinem ich zum Meer ergänzt.
Doch ich er­seh­ne jeden Strah
:iconBlaetterklingen:Blaetterklingen
:iconblaetterklingen:Blaetterklingen 11 12
Literature
Traumfuge 2
Weit draußen habe ich mich gesehen. Außerhalb von Sinn, Verstand und Verletzlichkeit. Wieder ein Traum.
Ein hell-bläulicher und frostiger Stich vor meinen Augen. Ich betrete eine kalte Lichtung. Vielleicht noch ein bisschen Herbst, kurz vor Winteranfang. Beiwerk und scharf-stehend wie Soldaten: der Wald, der sich seltsam künstlich ansehen lässt. Ich glaube, bald wird er sterben.
Ich laufe weiter, gehe durch einen offenen Schlund des Waldes. Auf dem Boden liegen herabgestürzte, kraklige Äste und dünnes, aber unnachgiebiges Astgestrüpp. Unter meinen Füßen, Schritt für Schritt, zerlaufe ich die schwarz-braune Waldasche mit meinen harten Sohlen aus Kunststoff. Ich steuere auf ein Silo zu, welches fast verschluckt von rot-goldenen Ahornblättern ist. Die Dunkelheit zieht über den Himmel. Ich werde im Silo schlafen. Die hellen Blätter - mein Kompass. Ich bin im Kontakt (via Funkgerät) mit jemanden, der mit entscheidungsmächtiger Stimme, meinen Entschluss absegnet. Ich bin viel gelaufen am heu
:iconbdonner:bdonner
:iconbdonner:bdonner 3 2

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ChristinaSchmidtke's Profile Picture
ChristinaSchmidtke
Christina Schmidtke
Artist | Hobbyist | Literature
Germany
"es ist so leicht sich in seiner stille zu verlieren,
den moment zu vergessen;
die taubheit zur gewohnheit werden zu lassen.
[...]"
- 143. vom schweigen und vom verdrängen | zyklus IV - die selbststudie


seit 2011 bin ich nun mit diesem account hier unterwegs, früher sehr viel aktiver als jetzt. diese plattform hat mich immer unterstützt in dem, was ich tue. meinem kreativen treiben, vor allem aber dem schreiben.
ich schreibe seitdem ich schreiben kann, habe mit 8 jahren richtig angefangen und hatte meine hochphase wohl mit 16 jahren... zumindest bisher. mein herz hat vor allem für kurzgeschichten geschlagen; und ich denke, das tut es immer noch, obwohl ich mich auch mehr in romanprojekten ausprobiere.

~ bediene ich genres? schwierig, ich denke, davon muss man sich selbst ein bild machen.

~ habe ich schon etwas veröffentlicht? so richtig war ich bisher nicht am ball, zwei meiner kurzgeschichten kann man allerdings auch in anthologien bewundern.


»s p o t i f y: open.spotify.com/user/11303503…
»t u m b l r: dreametamorphosis / traumetamorphose
»p i n t e r e s t: dreametamorph
»i n s t a g r a m: christina_smdt
»s n a p c h a t: lyn_vinial
»t w i t t e r: twitter.com/dreametamorph

/aktualisiert am 06.05.2017
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Hallo ihr Lieben :)
Wahrscheinlich kann sich gar keiner mehr an mich erinnern und schaut sich jetzt verwirrt mein Profil an, um zu schauen, warum er mir folgt (glaubt mir, ich versteh's!). Aber vielleicht weiß ja der ein oder andere noch, wer ich bin. 

Schreibtechnisch läuft es momentan einfach gar nicht, weshalb ich mich hier auch kaum mehr blicken lasse. Mir fehlt momentan einfach alles, was man braucht, um schreiben zu können - Motivation und Zeit. Naja, Ideen zumindest habe ich ja immer, daran mangelt es gar nicht. 
Allerdings wollte ich trotzdem mal ein paar Zeilen über mein Verbleib verlieren, nur um euch zu informieren, dass es mich (tatsächlich) noch gibt. 
Im Sommer habe ich mein Freiwilliges Soziales Jahr beendet; es hat mir wirklich sehr, sehr großen Spaß gemacht und meine eigentlichen Pläne Germanistik und Buchwissenschaften zu studieren, über den Haufen geworfen (aber vielleicht gehe ich irgendwann trotzdem nochmal in die Richtung), sodass ich nun bei Sozialer Arbeit gelandet bin. Bisher macht es mir großen Spaß und ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es da weitergeht. 
Ansonsten läuft alles super; beziehungstechnisch ist auch alles super. Nur eben beim Schreiben hapert es momentan. 

Planen tue ich aber trotzdem; ganz untätig bin ich dann doch nicht :D

Ich hoffe, ich konnte immerhin ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. 

Liebe Grüße,
Chrissi :heart:
  • Listening to: Slipknot - .5: The Gray Chapter
  • Reading: Hendrik Lalk - Die Bewahrer von Redhor
  • Watching: //
  • Playing: //
  • Eating: Baguette mit Pizza-Aufstrich
  • Drinking: Eistee (Wildkirsche)

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:iconpereyga:
Pereyga Featured By Owner Aug 6, 2017  Hobbyist General Artist
Happy Birthday
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:icon1wortmaler:
1Wortmaler Featured By Owner Jan 4, 2017  Hobbyist Writer
Danke für den Fave! :-)
Reply
:iconchristinaschmidtke:
ChristinaSchmidtke Featured By Owner Jan 6, 2017  Hobbyist Writer
Sehr gerne!:)
Reply
:iconstifthex:
stifthex Featured By Owner Dec 18, 2016  Hobbyist General Artist
Wow, vielen herzlichen Dank fürs Beobachten :)
Reply
:iconchristinaschmidtke:
ChristinaSchmidtke Featured By Owner Dec 18, 2016  Hobbyist Writer
Sehr gerne :)
Reply
:iconaimofdestiny:
AimOfDestiny Featured By Owner Dec 18, 2016  Hobbyist General Artist
Hey, vielen Dank für den +fav! :D
Reply
:iconchristinaschmidtke:
ChristinaSchmidtke Featured By Owner Dec 18, 2016  Hobbyist Writer
Sehr gern Love 
Reply
:iconeinsamer-wanderer:
EINsamer-wANDERER Featured By Owner Jan 1, 2015  Hobbyist Writer
Ein frohes neues Jahr wünsche ich dir, Christina und weiterhin viel Spaß in meiner Gallery.
Reply
:iconchristinaschmidtke:
ChristinaSchmidtke Featured By Owner Jan 6, 2015  Hobbyist Writer
Das wünsche ich dir auch, danke! :)
Reply
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